Flackern bei der Rotlichttherapie: Was fällt Ihnen auf und welche Werte sind gut?

„Geringes Flimmern.“
Das wird häufig in den Spezifikationen von Rotlichttherapie-Panels oder LED-Lampen angegeben.
Allerdings fehlen oft ein Prozentsatz, ein konkreter Wert oder ein Messbericht.
„Nicht das Geringste“ ist ungefähr so, als würde ein Autoverkäufer behaupten, ein Auto habe „viel PS“.
Wie viel dann?
Flackern, auch als Lichtflimmern bekannt, bedeutet, dass die Lichtleistung nicht völlig konstant bleibt, sondern im Laufe der Zeit stärker und schwächer wird.
Das ist relevant, denn Forschungsergebnisse bringen das Flimmern unter anderem mit Augenbelastung, Kopfschmerzen, Migräne und Sehbeschwerden in Zusammenhang.
Wie stark jemand darauf reagiert, hängt unter anderem von der Stärke der Modulation, der Frequenz, der Wellenform, der Klarheit und der persönlichen Empfindlichkeit ab.
Deshalb sollte man nicht einfach nur lesen, dass eine Lichtquelle „flackerarm“ ist.
Sie wollen einfach nur die Werte sehen.
Doch auf welche Werte genau sollten wir achten?
Kurzantwort
Zur praktischen Beurteilung des Flimmerns betrachtet man hauptsächlich drei Werte:
Modulationsgrad des Flimmerns in Prozent: Wie stark variiert das Licht?
Die Frequenz: Wie oft geschieht das pro Sekunde?
Und der Flimmerindex: Wie ist die Variation über die Lichtwelle verteilt?
Und wenn eine Wellenform verfügbar ist, kann man auch sehen, wie sich die Lichtausbeute im Laufe der Zeit verhält.

Was ist Flackern?
Lichtflackern, auch als Flimmern bezeichnet, ist die schnelle und wiederholte Änderung der Helligkeit einer Lampe.
Die Lichtleistung wird allmählich etwas stärker und schwächer. Manchmal nimmt man dies als flackerndes Licht wahr, die Veränderungen können aber auch so schnell erfolgen, dass man sie nicht bewusst bemerkt.
Der technische Oberbegriff dafür ist temporale Lichtmodulation (TLM): Veränderung der Lichtleistung im Laufe der Zeit.
Kurz gesagt: Eine Lampe kann flackern, ohne dass man dies mit bloßem Auge als Blinken wahrnimmt. Deshalb sind Messungen wichtig, um die tatsächliche Stabilität der Lichtleistung zu bestimmen.
Was können Sie an ungünstigem Flackern beobachten?
Unerwünschtes flackerndes Licht kann zu Sehbeeinträchtigungen, Augenbelastung, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen führen und bei empfindlichen Personen Migränesymptome auslösen oder verschlimmern.
Mögliche Auswirkungen sind:
müde oder angestrengte Augen;
Konzentrationsschwierigkeiten;
visuelle Beschwerden;
Kopfschmerzen;
Auslösen oder Verschlimmern von Migräne;
Ermüdung;
eine beunruhigende Wahrnehmung von sich bewegenden Objekten.
Die Lichtempfindlichkeit ist von Person zu Person sehr unterschiedlich. Während der eine stundenlang unter einer bestimmten Lampe sitzen kann, ohne Beschwerden zu haben, kann es bei einer anderen Person viel schneller zu Augen- oder Kopfreizungen kommen.
Insbesondere Menschen, die empfindlich auf Migräne oder visuelle Überanstrengung reagieren, scheinen stärker auf bestimmte Formen der temporalen Lichtmodulation (TLM) zu reagieren.
Kann Flimmern Kopfschmerzen und Augenbelastung verursachen?
Ja. Eine klassische Doppelblindstudie aus dem Jahr 1989 zeigt, dass stark flackerndes Licht mit deutlich mehr Kopfschmerzen und Augenbelastung einhergehen kann. (1)
Forscher beobachteten Büroangestellte unter verschiedenen Arten von Leuchtstoffröhren. Die Teilnehmer wussten nicht, wann die Beleuchtung in ihrem Büro angepasst wurde.
Bei dem einen Beleuchtungssystem schwankte die Lichtleistung erheblich. Beim anderen System wurde das Licht technisch so gesteuert, dass diese Schwankungen deutlich geringer und schneller erfolgten.
Das Ergebnis war verblüffend.
Unter der stabileren, hochfrequenten Beleuchtung halbierte sich die durchschnittliche Häufigkeit von Kopfschmerzen und Augenbelastung.
Darüber hinaus ließen die Mitarbeiter diese Beleuchtung durchschnittlich 30 % länger eingeschaltet.
Die Lampen schienen für das Auge normal zu brennen, aber eine stabilere Lichtleistung ging mit deutlich weniger Beschwerden einher.

Warum flackert LED-Beleuchtung?
Viele billige LED-Lampen leiden unter denselben Qualitätsproblemen: übermäßiges Flackern, mittelmäßige Elektronik, ein weniger ausgewogenes Lichtspektrum und manchmal höhere EMF-Werte.
Das ist aber nicht notwendig: Die endgültige Qualität wird in erster Linie durch die Gestaltung der Lampe bestimmt.
Der Treiber bestimmt, wie gleichmäßig eine LED leuchtet.
Der Strom aus der Steckdose kann nicht direkt zur LED fließen. Ein Netzteil und ein Treiber müssen ihn zuerst umwandeln und regeln.
Man kann sich den Treiber als den Stromregler der Lampe vorstellen:
Je stabiler der Strom, desto stabiler die Lichtausbeute.
Mit einem guten Treiber kann LED-Beleuchtung ein sehr geringes Flimmern aufweisen. Bei billiger oder schlecht konstruierter Elektronik kann die Lichtleistung jedoch erheblich schwanken und im Extremfall sogar fast vollständig von an auf aus wechseln.
Das erklärt auch, warum zwei LED-Lampen, die äußerlich fast identisch aussehen, technisch völlig unterschiedliche Leistungen erbringen können.

Warum die altmodische Glühbirne so ein angenehmes Licht spendet
Eine klassische Glühbirne erzeugt Licht auf ganz einfache Weise: Ein Metallfaden wird so heiß, dass er zu glühen beginnt.
Dadurch entsteht ein breites und gleichmäßiges Lichtspektrum ohne den ausgeprägten Blaustich, der bei vielen weißen LED-Lampen zu sehen ist. Folglich wird das warme Licht oft als natürlich und beruhigend empfunden.
Der glühende Glühfaden hat noch einen weiteren Vorteil. Bei einer kurzzeitigen Spannungsänderung kühlt er nicht sofort ab. Er glüht noch einen Moment weiter und wirkt so als natürlicher Puffer mit minimalem Flackern.
Die Glühbirne besitzt daher große Vorteile hinsichtlich der Lichtqualität, aber auch deutliche Nachteile:
Es verbraucht viel Energie;
erzeugt viel Wärme;
dauert relativ kurz an;
und bietet praktisch keine Möglichkeiten zur Anpassung der Farbtemperatur oder des Lichtspektrums.
Gerade Letzteres macht die LED-Technologie interessant: Mit LEDs kann man viel mehr steuern und optimieren, aber nur, wenn die Elektronik und das Spektrum gut ausgelegt sind.
LED ist also nicht per se gut oder schlecht.
Lichtquelle | Besonderheit |
Tageslicht | Breites natürliches Lichtspektrum, ohne elektronischen LED-Treiber |
Glühbirne | Breites, fließendes Spektrum und sanfte Lichtvariation aufgrund thermischer Trägheit |
Klassische Leuchtstoffröhrenbeleuchtung | Kann eine deutliche Modulation um 100/120 Hz aufweisen. |
LED mit mittelmäßiger Elektronik | Kann stark flackern und ein weniger ausgewogenes Spektrum aufweisen. |
LED mit guter Elektronik | Kann sehr stabil brennen und das Spektrum anpassen |
Daher bestimmt nicht die LED selbst automatisch die Flimmerqualität, sondern die Kombination aus LED, Treiber und Steuerung.
Zusamenfassend:
Gehen Sie nicht davon aus, dass LEDs gut oder schlecht sind. Messen Sie lieber (das ist bekannt).
Welche Messwerte sagen tatsächlich etwas über das Flimmern aus?
Wir haben sie bereits zu Beginn dieses Blogbeitrags kurz erwähnt. Nun gehen wir etwas tiefer ins Detail, sodass Sie schon bald selbst eine Flicker-Messung ablesen können.
Drei Messwerte sind insbesondere praktisch:
Messwert | Denken Sie darüber nach | Was sagt uns das? |
| Höhe der Erhebung | Wie stark variiert das Licht? |
| Anzahl der Stöße pro Sekunde | Wie häufig kommt das vor? |
| Form und Verteilung der Ausbuchtung | Wie ist die Variation über einen Zyklus verteilt? |
1. Modulationstiefe des Flimmerprozentsatzes: Wie groß ist der Anstieg?
Die Modulationsamplitude gibt die Differenz zwischen der höchsten und der niedrigsten Lichtausbeute an.
Dieser Wert wird auch als prozentuale Modulation oder Flimmerprozentsatz bezeichnet und in Prozent angegeben.
Einfach ausgedrückt:
Je höher der Prozentsatz, desto größer die Schwankung der Lichtintensität.
Bei theoretisch völlig konstantem Licht beträgt die Modulationsamplitude 0%.
Wenn eine Lampe während jedes Zyklus vollständig von maximaler Helligkeit auf vollständiges Ausschalten durchläuft, kann die Modulationstiefe bis zu 100 % erreichen.
Deshalb ist beispielsweise 1 % etwas ganz anderes als 40 %: Bei 40 % sind die Schwankungen in der Lichtausbeute einfach viel größer.

2. Flimmerfrequenz: Wie häufig treten die Aussetzer auf?
Die Frequenz gibt an, wie oft sich die Lichtvariation pro Sekunde wiederholt. Dieser Wert wird in Hertz (Hz) angegeben.
Das bedeutet also:
10 Hz = 10 Mal pro Sekunde;
100 Hz = 100 Mal pro Sekunde;
1 kHz = 1.000 Mal pro Sekunde;
40 kHz = 40.000 Mal pro Sekunde.
Denken Sie noch einmal über unseren Weg nach.
Bei niedrigen Frequenzen sind einige wenige deutliche Ausschläge wahrnehmbar. Bei deutlich höheren Frequenzen folgen unzählige kleine Bewegungen blitzschnell aufeinander, wodurch sie für unsere Wahrnehmung viel fließender ineinander übergehen.
Daher ist eine höhere Frequenz im Allgemeinen vorteilhafter, um direkt sichtbares Flimmern zu reduzieren.
Die Frequenz verrät uns aber nicht, wie groß die Unebenheiten sind.
Eine hohe Frequenz bedeutet daher nicht automatisch, dass eine Lampe wenig flackert.
Eine Lampe kann tausende Male pro Sekunde schalten und gleichzeitig eine große Modulationsamplitude aufweisen. Daher sollten Frequenz und Flimmerprozentsatz immer gemeinsam betrachtet werden.

3. Flimmerindex: Wie entsteht die Erhebung?
Zwei Lichtquellen können die gleiche Modulationsstärke aufweisen und dennoch eine sehr unterschiedliche Lichtausbeutekurve zeigen.
Die eine Welle kann ruhig und allmählich steigen und fallen. Die andere kann viel abrupter umschlagen.
Der Flimmerindex liefert zusätzliche Informationen darüber, wie die Lichtleistung während eines einzelnen Zyklus verteilt ist. Er betrachtet daher nicht nur die höchsten und niedrigsten Werte.
Betrachten wir erneut zwei Bremsschwellen:
Die eine ist breit und verläuft sanft ansteigend und abfallend, die andere hingegen kurz und spitz. Die maximale Höhe mag gleich sein, aber die Form ist deutlich unterschiedlich.
Der Flicker-Index liegt typischerweise zwischen 0 und 1. In unseren Messberichten wird er als Dezimalwert angezeigt, zum Beispiel 0,0026.

Wie beurteilt man eine Flimmermessung?
Es gibt keine einzelne Zahl, die darüber entscheidet, ob Flackern gut oder schlecht ist.
Von besonderer Bedeutung ist die Kombination aus der Stärke der Lichtschwankungen (Flimmerprozentsatz) und der Häufigkeit dieser Schwankungen pro Sekunde (Frequenz).
Der Flicker-Index liefert zusätzliche Informationen darüber, wie diese Variation über einen Lichtzyklus verteilt ist.
Praktischer VIVO-Leseleitfaden
Flimmerrate / Modulationstiefe | Praktische Erklärung |
0–1% | Sehr geringe Modulation |
1–5 % | Niedrige Modulation |
5–20 % | Klare Modulation |
>20% | Hohe Modulation |
Nahezu 100 % | Sehr starke Modulation / fast vollständig ein-aus |
Je niedriger der Flimmerprozentsatz, desto geringer sind die Helligkeitsschwankungen.
Aber auch die Häufigkeit spielt eine Rolle. Denken Sie noch einmal an unsere Straße:
Tausende winziger Unebenheiten sind etwas ganz anderes als hundert große Bremsschwellen.
Ein niedriger Flimmerprozentsatz in Kombination mit einer hohen Frequenz (ausgedrückt in Hz) führt daher zu einem ruhigeren und gesünderen Lichtbild mit geringerer Wahrscheinlichkeit unerwünschter Flimmereffekte.
Für eine Flimmermessung ziehen wir es daher vor, die Kombination beider Aspekte zu betrachten.
Ein Beispiel: die VIVO Kerzenbirne
Betrachten wir nun eine konkrete Flimmermessung: die der VIVO-Kerzenbirne.
Prinzipiell kann man eine solche Messung an jeder LED-Lichtquelle durchführen: von der Schlafzimmerlampe und der LED-Maske bis hin zum Rotlichttherapie-Panel.

Wir messen:
Flimmerprozentsatz (Modulationstiefe): 0,89 %
Frequenz: 41.270 Hz (41,27 kHz)
Flimmerindex: 0,0026
Was bedeuten diese Werte?
0,89 % Flimmerprozentsatz
Die Lichtintensität schwankt nur sehr geringfügig. Mit weniger als 1 % fällt dieser Messwert in unsere Kategorie für sehr geringe Modulation.
41,27 kHz Frequenz
Darüber hinaus wiederholt sich diese geringfügige Variation über 41.000 Mal pro Sekunde. Wir haben bereits gesehen, dass gerade die Kombination aus einem niedrigen Flimmeranteil und einer hohen Frequenz vorteilhaft ist.
Flimmerindex 0,0026
Dieser Wert liegt ebenfalls sehr nahe bei 0 und entspricht einer sehr stabilen Lichtausbeute.
Das Messgerät ordnet diese Kombination daher dem grünen Referenzbereich zu.
In einfachen Worten:
Die Helligkeit variiert kaum, und die verbleibende geringe Variation erfolgt extrem schnell.
Das ist wesentlich informativer, als einfach nur „geringes Flimmern“ auf eine Verpackung zu schreiben.
Worin besteht der Unterschied zwischen Flimmern und Pulsieren?
Flackern und Pulsieren sind technisch ähnlich: In beiden Fällen ändert sich die Lichtausbeute im Laufe der Zeit.
Der Unterschied liegt hauptsächlich in der Absicht.
Beim Flimmern geschieht dies unbeabsichtigt, beispielsweise aufgrund des Netzteils oder des Treibers.
Im Dauerlichtmodus sollten diese Schwankungen daher so gering wie möglich gehalten werden.
Beim Pulsieren wird das Licht gezielt in einem bestimmten Rhythmus ein- und ausgeschaltet.
Warum verwenden Hersteller Pulsation bei Rotlichttherapie-Panels?
Die Pulsation wird regelmäßig als zusätzliche therapeutische Funktion dargestellt. Allerdings gibt es bisher keine überzeugenden Beweise dafür, dass gepulstes rotes Licht strukturell besser wirkt als kontinuierliches Licht.
Studien zu gepulstem und kontinuierlichem Licht zeigen unterschiedliche Ergebnisse und verwenden zudem unterschiedliche Frequenzen, Dosierungen und Protokolle.
Pulsieren hat daher nicht automatisch einen therapeutischen Nutzen.
Dennoch ist es ein attraktives Produktmerkmal, mit dem man werben kann. Genau wie Begriffe wie:
Es klingt logisch und lässt sich gut verkaufen, obwohl die Wissenschaft diese Behauptungen nicht bestätigen kann.
Warum verwendet VIVO bei großen Bildschirmen keine Pulsationstechnologie?
Ein Rotlichttherapiegerät wird in einiger Entfernung verwendet und kann einen großen Teil des Sichtfelds ausfüllen. Sichtbares rotes Licht, das gezielt stark pulsiert, kann daher recht unangenehm sein, insbesondere für Menschen mit Lichtempfindlichkeit.
Da wir keinen eindeutigen therapeutischen Mehrwert erkennen, entscheiden wir uns bewusst für eine möglichst stabile und kontinuierliche Lichtausbeute unserer Paneele.
Genau diese Eigenschaft schätzen wir sehr. Deshalb veröffentlichen wir auch die gemessenen Flimmerprozentsätze, Frequenzen und den Flimmerindex unserer Geräte auf unserer Seite „Zertifikate und Messwerte“.
Mit der VIVO Rotlichtkappe und -lampe bieten wir auch einen Pulsmodus als optionale Funktion an. Dabei handelt es sich um eine andere Anwendung: Die Kappe sitzt auf dem Kopf und die Taschenlampe wird auf eine kleine Körperpartie gerichtet. So befindet sich kein großes, pulsierendes Lichtfeld direkt vor Ihrem Gesicht.
Darüber hinaus hat das Pulsieren in dieser Hinsicht einen praktischen Nutzen: Während des Pulses kann eine hohe Spitzenintensität genutzt werden, während die durchschnittliche Wärmeerzeugung geringer bleibt, da das Licht zwischendurch unterbrochen wird.
Zusamenfassend:
Die Pulsierung kann technisch nützlich sein, um die Spitzenintensität und die Wärmeerzeugung zu steuern, ist aber an sich kein Beweis dafür, dass ein Rotlichttherapiegerät therapeutisch besser wirkt.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Flackern
Was versteht man unter Flackern bei der Beleuchtung?
Flimmern ist die schnelle, wiederholte Änderung der Helligkeit einer Lampe. Manchmal ist dies als blinkendes Licht deutlich sichtbar, oft geschieht es aber so schnell, dass man es nicht bewusst wahrnimmt. Der Fachbegriff dafür ist temporale Lichtmodulation (TLM).
Kann man das Flackern immer mit bloßem Auge erkennen?
Nein. Eine Lampe kann sehr ruhig wirken, obwohl ihre Lichtleistung messbar schwankt.
Möchten Sie selbst einen kurzen Test durchführen? Dann filmen Sie die Lampe mit Ihrem Smartphone in Zeitlupe. Manchmal werden Sie plötzlich ein starkes Flackern als Blitze oder dunkle Streifen im Bild erkennen.
Aber ein Smartphone erfasst nicht alles. Besonders kleine oder sehr schnelle Veränderungen können unbemerkt bleiben.
Was ist ein guter Flimmerprozentsatz?
Je niedriger der Flimmeranteil, desto geringer die Helligkeitsschwankungen. Bei VIVO betrachten wir 0–1 % als sehr geringe Modulation und 1–5 % als gering. Der Anteil muss jedoch in Verbindung mit der Frequenz betrachtet werden: Kleine, sehr schnelle Schwankungen unterscheiden sich deutlich von großen, langsamen.
Ist eine hohe Flimmerfrequenz besser?
Im Allgemeinen ist eine hohe Frequenz vorteilhafter, da die Änderungen deutlich schneller erfolgen. Eine hohe Frequenz allein reicht jedoch nicht aus. Auch bei einer Lampe können die Helligkeitsunterschiede noch groß sein. Daher sollte man immer sowohl die Frequenz als auch den Flimmerprozentsatz gemeinsam betrachten.
Ist LED-Beleuchtung immer schlecht, wenn es ums Flackern geht?
Viele LED-Leuchten neigen tatsächlich zum Flackern.
Bei herkömmlichen LED-Lampen liegt der Fokus oft darauf, möglichst viel Licht zu einem niedrigen Preis und mit geringem Energieverbrauch zu liefern. Der Qualität des Treibers und der Elektronik wird weniger Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl gerade hier starkes Flackern auftreten kann.
Doch hier liegt ein wichtiger Unterschied: LED muss keineswegs schlecht sein.
Eine LED reagiert sehr schnell auf den anliegenden Strom. Bei minderwertiger Elektronik spiegelt sich diese Instabilität im Licht wider. Mit einem guten Treiber kann dieselbe LED jedoch ein sehr stabiles Licht mit geringem Flimmeranteil und hoher Frequenz erzeugen.
Viele LED-Beleuchtungen sind daher schlecht ausgeführt. Das ist jedoch ein Qualitätsproblem und keine unvermeidliche Eigenschaft der LED-Technologie .
Ist Pulsieren dasselbe wie Flimmern?
Technisch gesehen ändert sich die Lichtleistung bei beiden Systemen mit der Zeit, die Intention ist jedoch unterschiedlich. Flackern ist eine unerwünschte Schwankung, beispielsweise durch den Fahrer verursacht. Pulsieren hingegen wird bewusst gesteuert. In der Rotlichttherapie wird Pulsieren mitunter als therapeutischer Vorteil dargestellt, doch es gibt keine überzeugenden Beweise dafür, dass gepulstes Licht strukturell besser wirkt als kontinuierliches Licht.
Bedeutet „flimmerfrei“, dass eine Lampe überhaupt nicht flackert?
Nein. Ohne Messdaten ist „flimmerfrei“ in erster Linie ein Marketingbegriff und für uns eher ein Warnsignal als ein Qualitätsnachweis.
Wenn ein Hersteller tatsächlich Flimmermessungen durchgeführt hat, muss er auch angeben können, welcher Flimmerprozentsatz, welche Frequenz und welcher Flimmerindex gemessen wurden.
Sind diese Werte nirgends aufgeführt? Dann sollten wir dem Produkt nicht allein aufgrund der Bezeichnung „flimmerfrei“ vertrauen. Fragen Sie den Hersteller nach den tatsächlichen Messwerten oder wählen Sie ein Produkt, bei dem diese transparent veröffentlicht sind.
Fazit: Messen heißt wissen
Wenn es um Flimmern geht, sagen Begriffe wie „flackerarm“ und „flimmerfrei“ allein wenig aus. Nur durch tatsächliche Messungen lässt sich die tatsächliche Stabilität einer Lichtquelle ermitteln.
Dasselbe gilt für Aussagen wie „keine elektromagnetischen Felder“ oder „Null-EMF“. Auch hier kommt es letztendlich auf den Messwert und den Messabstand an. Lesen Sie hier mehr über elektromagnetische Felder in der Rotlichttherapie.
Achten Sie daher besonders auf den Flimmerprozentsatz, die Frequenz und den Flimmerindex.
Eine gut konstruierte LED-Lampe kann ein sehr gleichmäßiges Licht erzeugen. Letztendlich bestimmt nicht das Etikett auf der Verpackung, sondern die Technologie hinter dem Produkt die Qualität.
Sehen Sie sich unsere Zertifikate und Messwerte für die technischen Messungen unserer Rotlichttherapiegeräte an.




































